[Vampir] Raphael Bernadotte


RPG- und FanForum zur Romanreihe Gilde der Jäger von Nalini Singh
 
Hey meine Lieben, dieses Forum wird überarbeitet. Es wird einige größere Veränderungen geben, neben einem neuen Style und evtl. überarbeiteter Storyline, auch einiges was unsere Mitspieler selbst betrifft. Auch das RPG wird nach der Überarbeitung noch einmal ganz frisch starten. Wir hoffen, euch dann wieder dabei zu haben! Die allerliebsten Grüße, eure Cara

 

 [Vampir] Raphael Bernadotte

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Raphael Bernadotte
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BeitragThema: [Vampir] Raphael Bernadotte   Mi 05 Jul 2017, 20:20

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Name: Raphael Bernadotte
Geburtstag: 23.12.
Alter: menschlich 42, als Vampir: kaum 2 Monate
Wesen: Vampir
Familienstand: ledig
Beziehung: Raphael pflegt keine Kontakte mehr zu seinem alten Freunden. Lediglich der Engel, welcher ihn gerettet hat ist sein einziger Bezugspunkt. Das ist allerdings kaum verwunderlich, da Raphael ihm dienen muss. Einen Lebenspartner hat er nicht
besondere Bindung: Eh... der Engel?
Herkunft: Frankreich / Elsas
derzeitiger Wohnort: Da Raphael nun alles aufgegeben hat hat er keinen wirklichen Wohnort mehr. Er hat noch ein kleines Häuschen im Elsas, aber das wars
Familienangehörige: Tot und beerdigt. Oder sie waren nie für Raphael da, wenn es nach ihn geht hat er keine Familie mehr
Freundschaften: Freund und Bekanntschaften hatte Raphael viele. Da wären seine Kollegen von der Fremdenlegion, der Zigarrenverkauf an der Ecke oder der Barmann, der immer nur den Kopfschüttelte wenn sich Raphael nur Tee orderte. Seit einigen Tagen weiß er allerdings nicht ob er einen von ihnen je wieder sehen wird.
Stand/Rang: Reservist, bis sein Engel eine Aufgabe für ihn hat.

Aussehen: Raphael hat blondes Haar. Er schneidet es selbst auf eine Mittelhaarfrisur herunter. Dass heißt alles ist gerade kurz genug um ihn nicht ins Gesicht gefallen, aber lang genug um ihn nicht nach einem Krebspatienten aussehen zu lassen.
Sein restlicher Körper wirkt hingegen unglaublich Fit. Dank seines Trainings, welches ihm Routine und Ruhe bietet, ist er trotz seines hohen Alters recht ausdauernd und stark. Sein Körper wurde vor allem auf Kraft trainiert, weshalb sie gut sichtbar angewachsen sind. Sein Gesicht ziert eine große Narbe die von seiner Stirn herunter über sein linkes Auge geht, was ihn verwegen, fast schon kriminell erscheinen lässt. Auch ist der Rest seines Körpers gut Angeschlagen worden, Narben von Verbrennungen und Schnittwunden zeichnen sich über große Teile seines Körpers.
Kleidungstil: Raphael bevorzugt schlichte Kleidung. Ein meist schwarzes oder Grünes Shirt (notfalls auch mal ein Hemd) und darauf die passend farbige Hose reicht ihn meist. Seine Füße kleidet er meist in Arbeitsschuhe mit Stahlkappen, oder Militärstiefel. Eine Eigenheit aus seiner Militärzeit, in Sandalen würde er sich nur Verletzlich fühlen.
Auch zu erwähnen wäre das weiße Bandana, welches Raphael meist über seine Stirn trägt. Dies ist nicht nur ein Schutz vor doch zu lang gewordene Haare, sondern verdeckt auch die Stelle wo einst ein Spliterteil eingedrungen ist. Dass hat ihn nicht nur die auffällige Narbe ins Gesicht verpasst, sondern auch seine Stirn komplett verunstalltet.
Duft/Körpergeruch: Als Jungvampir wird sich Raphael nicht gegen den Geruch seiner Art wehren können. Seine Fähigkeiten werden noch von seinen Instinkten geleitet und so unkontrollierbar ist es auch für Raphael.
Allerdings hantiert er ja jüngst wieder mit Waffen, weshalb man an ihm sicher eine Spur Schmieröl und Schießpulver erkennen kann. Auch glaubt Raphael manchmal, dass nach dem Duschen seine Hände nach Kokos riechen. Was zur Hölle diese exotische Frucht mit ihm zu tun hat, ist ihm aber unklar.
Fähigkeiten: Raphael hat durch die Verwandlung in einen Vampir das Geschenk einer kleinen Ewigkeit erhalten. Entsprechend kümmern ihn menschliche Krankheiten nicht und auch sein Körper wurde gestählt. Schon jetzt merkt er wie sich die Struktur seiner körperbetonten Lebensweise auswirken. Seine Muskeln und Knochen sind härter als die von Menschen, weshalb es sehr schwer ist mit einem Messer viel weiter als zu seiner Haut durch zu kommen. Schusswaffen oder eine durch starke Hand geführte Klinge würde das allerdings nicht bremsen können. Auch seine Kraft ist gewachsen. So schlägt er übermenschlich hart zu und kann selbst Beton kaputt hauen... Das ist allerdings sehr anstrengend und seine Haut überlebt das allerdings selten Blutverlust schwächt ihn zusätzlich.
Außerdem ist Raphael mit den manipulativen Fähigkeiten eines Vampires ausgestattet. Allerdings kann er damit nicht umgehen, was für ihn nicht nur das berechnen von menschlichen Gesprächspartnern schwer macht. Er hasst diese Gabe und entsprechend schwer tut er sich damit. Von kontrollierter Nutzung kann man nicht reden, dennoch arbeit sie unbewusst. Wer ihm unangenehm ist wird wohl auch irgendwas an Raphael scheiße finden. Genau so funktioniert es umgekehrt.

Außerhalb dieser Überkräfte hat Raphael aber noch weitere Fähigkeiten. Durch seinen trainierten Körper und seine Expertise in Kickboxen und CQC (Close Quater Combat) ist er ein sehr starker Nahkämpfer, sei es nun ohne Waffe oder mit einem Messer. Alles was größer oder nicht Standard in militärischer Nutzung ist (Eisenrohre, Schwerter, Lanzen, what ever), würde ihm nur wie ein Klotz anhängen. Außerdem ist Raphael ein ansatzweise begabter Koch, der es versteht Dinge in Topf und Pfanne zu hauen, die zusammen nicht all zu schäußlich schmecken. Er kennt sich auch etwas mit der Natur aus, würde also die meisten giftigen Pilze oder Kräuter eben so erkennen wie Heilkräuter. Allerdings ist das Wissen auf einen eher europäischen Kreis geerdet. Was in Ägypten oder in China wächst würde ihn wohl nur ratlos einen Guide zücken lassen. Allgemein ist Raphael recht gut im Planen und organisieren... wenn mal nicht sein Temperament dazwischen kommt.
Vorlieben: Raphael liebt es im kühlenden Abendwind einer seiner Zigarillos zu rauchen. Allgemein ist er ein begeisterter Raucher, der auch kein Problem mit dem Experimentieren von Geschmacksrichtungen angeht. Außerdem liebt er eine gewisse Ordnung in seinem Leben. Egal ob er nun darauf achtet immer mit sauberen Klamotten das Haus zu verlassen, oder er sein Bettzeug glattstreicht, manchmal wird er einfach zum Perfektionisten.
Was er auch mag sind vor allem scharfe Speisen. Egal ob schlicht überwürzt, oder schon als Hölleninferno geplant, Raphael liebt das Zeug!
Abneigungen: Wer Ordnung liebt hasst die Unordnung. Egal ob es jetzt durch Unpünktlichkeit anderer, oder Versäumnisse seiner selbst hervorgerufen wird, er hasst es auf den Tod! Außerdem ist er als Veteran völlig angepisst, wenn er Chaoten sieht, die mit ihren U 20 ihm die Welt erklären wollen. Egal ob Punk, Nazi, oder sonstiger Anarchist. Wer nicht mal in einem Schützengraben gelegen hat um Stabilität für andere zu sichern, sollte wirklich die Fresse halten. Raphael findet das aktuelle politische Konzept auch nicht herausragend, aber besser als die Außenpolitik des Mittelalters: Kurze Geschichtsstunde für die rebellischen Anarchopenner: Europa war im Krieg, ständig und quasi nur untereinander. Also seid froh über euer Tankstellenbier und haltet bloß die Fresse!
Eine andere Sache die Raphael völlig auf die Palme bringt ist (seiner Ansicht nach) übertriebener Pazifismus. Nein, wenn der 16 Jährige Jeremy-Chantal seine Mutter wegschuppst, weil sie ihn wegen seiner Vergehen zur rede stellen will, dann gehört dem 16 Jährigen Jeremy-Chantal die Fresse poliert. Eben so wie dem Sozialpädagoge, der sich gegen eine strenge Erziehung ausspricht, oder dieser Fettsack von Vorgesetzter, den Raphael in seiner zivilen Zeit hatte. Wenn man einen Fehler gemacht hat gibt man ihn zu oder lässt es bleiben. Wer sie anderen Abschmieren will muss eben mit der Faust rechnen, egal ob es am Ende Raphael war, der fristlos entlassen und mit Arbeitsstunden konfrontiert war.
Charakterzüge: Wie schon die Vorlieben und Abneigungen vermuten lassen ist Raphael in seinem Herzen immer Soldat geblieben. Er mag Drill, er mag Ordnung und irgendwie mag er auch noch heute die Möglichkeit einfach Dinge mit Gewalt zu lösen.
Allerdings sind seine Einsätze nicht spurlos von sich gegangen. So leidet er an posttraumatische Belastungsstörung (Kurz PTBS). Diese kann durch Trigger, die er selbst nicht vorhersehen kann ihn in seine Zeit im Kriegsgebiet zurückversetzen und auf einmal sieht er einen uniformierten Feind mit AK74, anstatt einem Brötchenverkäufer vor sich. Außerdem macht es ihm die Krankheit unmöglich irgendwem zu vertrauen, wenn dieser ihm nicht gerade das Leben gerettet hat. Eine eigenartige Form von Isolation war die Folge. Auch wenn Raphael für jeden seiner ehemaligen Kameraden gerne sein Leben geben würde, sieht er Zivilisten als potenzielle Feinde. Dennoch Verfassern sich Bande nach der Fremdenlegion schnell und so ist Raphael häufig einsam. Meist kompensierte er es indem er in eine Bar geht, Leuten zuhört und seinen Tee trinkt. Er tut offensichtlich so als würde er ein Buch lesen... schleppt aber den gleichen alten Tolkien-Schinken seit Jahren in die Bar und öffnete diesen immer in der Mitte. Dass das noch keinem aufgefallen ist, lässt ihn manchmal misstrauisch werden. Dennoch kennt er die Regeln des Soziallebens und weiß, dass die, denen das eventuell aufgefallen sein könnte, das wahrscheinlich aus Höflichkeit nicht hinterfragt haben.
Ähnlich schwierig ist so ziemlich jede andere zivile zwischenmenschliche Beziehung. Es ist manchmal so konfus, dass Raphael selbst nicht weiß was er glauben soll und angemessen frustriert ist er. Eine Frustration die er sehr gerne an Leute auslässt, die eben nicht seinem Weltbild entsprechen.
Doch was ist sein grundsätzliches Weltbild? Nun, es wäre in der Theorie die Perfekte Welt. Jeder würde sich um einen kümmern, nicht nur im Maße der sozialen Marktwirtschaft, sondern auch Privat. Religion spielt für ihn keine Rolle, er sieht nur Menschen und Menschen... und manchmal auch Feinde. Er Glaubt eine gemäßigte Mitte könnte den meisten Menschen eine Hilfe sein und hasst deswegen jeden religiös- oder politisch-extremen Flügel. Dass Leute ausschwenken ist okay und Raphael würde auch mit einem Pfarrer reden können ohne ihm die Fresse zu polieren, bei einem fanatischen Anhänger, der sein Leben und das aller andere rund um diesen Gott plant... nun, das waren auch mal Arbeitsstunden, auch mal Geldstrafe oder gleich Gefängnis für wenige Wochen.
Sexuelle Orientierung: Hetero, auch wenn Raphael keinem Menschen traut ist seine Libido noch nicht tot.
Stärken: Raphael ist sehr überzeugt von seinem Weg. Er lässt sich selten Beirren und ist Verantwortungsbewusst. Außerdem ist er sehr Diszipliniert, weshalb er auch Tage ohne Schlaf und extreme Schmerzen gut durchsteht.
Schwächen: Durch seine psychische Krankheit des Stresssyndroms ist Raphael „dezent“ Sicherheitsbedürftig. Er achtet sehr Aufmerksam auf seine Umgebung und sieht in jedem Potenziellen Feind, wodurch er weltfremd für eine Bevölkerung wirkt, die im Frieden aufgewachsen ist. Er findet kaum Vertrauen und lässt sich dadurch auch zu Gewalttaten hinreißen. Da er diesen nie Therapieren lassen hat, kann schon ein ein Böller, der Straßen weiter gezündet wurde, sich in seinem Kopf zu entfernten Gewehrfeuer zusammenfügen. Entsprechend Misstrauisch ist er. Außerdem ist er, so sehr er extreme Ausprägungen hasst, selbst etwas, was man als Extremist der Mitte bezeichnen könnte. Manche Ansichten widern ihn so sehr an, dass er niemals(!) Kontakt mit einigen Leuten pflegen könnte.
Außerdem ist Raphael noch immer ein Jungvampir. Er kam mit seiner menschlichen Existenz kaum klar, die Vampirsche verwirrt ihn mancherorts nur noch mehr. Häufig schlägt bei ihn Verwirrung in Wut um, weshalb er Menschen verletzen könnte, obwohl er genau weiß dass er es später bereuen würde. Das gilt psychisch wie physisch.

Kurze Lebensgeschichte: Raphael wurde von seiner Mutter benannt. Sie hatte schon bei der Entbindung Brustkrebs in einem hohen Stadium gehabt. Festgestellt wurde dieser kurz nach der Schwangerschaft, weshalb Raphaels Mutter jegliche Medikamente oder eine Bestrahlung ablehnte. Das Opfer für diese Bereitschaft trug sie nicht mal ein halbes Jahr nach Raphaels Geburt. Der Krebs war zu weit fortgeschritten und sorgte für das schlimmste was einen Menschen passieren kann. Der Tod ereilte sie und zurück blieb ein völlig überforderter Vater und ein Sohn, der nach dem Engel benannt worden war, der schon als Schutzheiliger der Apotheker gegolten hatte. Vielleicht war seine Mutter eine derart überzeugte Christin, dass sie ihr einziges Kind nach einem Engel benannt hatte, vielleicht war es auch ein verzweifelter Strohhalm gewesen. Raphael würde nie viel über seine Mutter erfahren, sein Vater Rainer war nämlich nicht sehr gesprächig darüber. Er prahlte betrunken oft und gerne über seine Siege in der Armeezeit. Er hätte damals als Panzerkommendant mit seiner Crew Nazideutschland so lange wie möglich in Schach gehalten. Außerdem wären ohne seine Erfolge zahlreiche Soldaten bei den Rückzugsgefechten verreckt.
Nun die geschichtliche Historie unterschied sich zu häufig von dem Geschwätz seines alten Herrens. Doch wagte Raphael irgendwann keine Widerworte mehr. Hatte er sie parat wurde er geschlagen, wischte er nach dem richten die Bettdecke nicht sauber genug ab, wurde er geschlagen, war sein Vater zu besoffen und verlangte, dass man ihm Bier nachtragte und er tat es nicht... war sein Vater meist zu betrunken um es gleich umzusetzen, oder sich danach dazu zu erinnern.
Da ähnliche Dresche folgte, wenn Raphael schlechte Noten nach Hause brachte, musste er zu einem guten Schüler werden. Doch spätestens mit Beginn seiner Pubertät trickste er immer mehr. Er meldete sich mit falschen Unterschriften in einem Kickboxverein an und zahlte diesen mit Geld, das er mal mehr mal weniger legal erhalten hatte. Sein Taschengeld war damals nur wenige Fanc groß, weil sein immer weiter bekümmerter Vater das Geld für den Alk brauchte. Raph, wie man ihn damals oft nannte, wurde immer illegaler. Mal knöpfte er Kindern ihr Pausengeld ab, mal ließ er sich auf Wettkämpfe ein. Gegen Ende seiner Karriere dealte er auch mit verbotenen Substanzen. Dinge, an die er leicht ran kam wie etwa Haschisch.
Nach seiner Schulausbildung dachte Raphael nicht daran für jemand fremden zu sterben. So verweigerte er jeden Kriegsdienst und suchte sich keine Ausbildung. Mit seinen Geschäften hielt er sich über Wasser, verbrachte manchmal ganze Wochen bei >Freunden< die meist irgendwelche Druffis waren. Aber selbst die fühlten sich angenehmer an, als sein Vater, der mit zunehmender Distanz immer verbitterter Wurde.
Mehr als einmal hatte Raphael mitbekommen, dass sein Vater im Vollrausch alte Schulfreunde aufgesucht hatte, zum Teil auch welche, die nichts mehr mit ihm zu tun hatten. Er hatte sie nur wegen ihrer Vergangenheit mit ihm im Sinn und er quetschte sie, zum teil auch mit Gewaltandrohung, aus. Natürlich blieb das nicht ewig ohne Strafe und so wurde Herr Bernadotte zu einem viel zu häufig gesehenen Gast. Einen so häufig gesehenen, dass Raphael irgendwann mal Angst bekam, man könnte ihn wegen seinem Vater beschatten. Würde man ihn mit Stoff finden würde das nur für Probleme sorgen.

Und so trafen sich Vater und Sohn wieder. Raph war knapp seinem 20. Geburtstag entkommen als sein Vater ihn drohte. Entweder er würde sich zum Militär begeben und ein echter Mann werden, oder Raph würde sich bald vor der Polizei rechtfertigen dürfen. Raphs Vater war gebrochen und ständig betrunken, aber nicht dumm.
Raph wehrte sich aber dagegen regulären Truppen eine Verstärkung zu bieten. Wahrscheinlich weil er durch Passivrauch genug Stoff intus hatte um ihn einzukerken. Außerdem lobte sein versoffenes Scheißstück von einem Vater doch so oft die Fremdenlegion.
Raph war in guter körperlicher Verfassung und schaffte die Aufnahmebedingungen. Wie er durch den Drogentest gekommen war, weiß er bis heute nicht. Wahrscheinlich nahm man es bei einer Einheit nicht all zu ernst, die nicht Staatlich Organisiert ist.
Die Fremdenlegion war ein Hort von ehemaligen Söldnern, Kriegverbrechern und Glücksrittern. Sie wurden Gedrillt, auch bis Raph an den Gipfel seiner Leistungsfähigkeit kam. Er war Kickboxer, also gewohnt vor allem Kraft zu entwickeln und genug Ausdauer für eine kurze Joggingrunde zu haben. Dort worden Dinge verlangt die weit darüber gingen!
Er lernte CQC, eine Kampfsportart, die entwickelt wurde um feindliche Soldaten mit Griffen und Schlägen aus nächster nähe zu entwaffnen und zu besiegen. Eben so wie das Schießen und als die Ausbildung vorbei war setzte man ihn ein. Vor allem als Unterstützung anderer Offensiven, an denen sich Frankreich beteiligte, manchmal auch nur an Vorstößen der Amis, oder anderen Interessensgebieten die offiziel Top Secret waren. Häufig wusste Raphael selbst nicht wo er kämpfte. Zwar war viel was Soldat R. (so nannte man ihn in seiner Einheit) gesehen hatte recht eindeutig Arabisch, doch in der Fremdenlegion war man nicht mehr Wert als ein Söldner. Häufig zwang man seine Einheit sich irgendwo zu vergraben um von Hauptstreitmachten abzulenken. Ein Mörser riss Raphael schlussendlich den Helm ab und verpasste ihn die Narbe an der Stirn und über das Auge. Dass er es nicht verlor war wohl pures Glück, da ein Schrapnell kurz über sein Lied gelitten haben musste. Auch andere Wunden wurden ihn so zugefügt. Nie war es direkter Beschuss. Meist Querschläger oder Explosionssplitter die beinahe zu seinem unrühmlichen Ende geführt hätten. Dennoch gab es auch Situationen, wo Soldat R. nicht eingesteckt hat. In Sturmaufträgem hat er mehr Männer getötet, als er und sein Magen zählen wollen. Er hat Kameraden vom Schlachtfeld geborgen und gegen Ende seiner untersten Soldaten-Karriere zog er M. Strella aus Trümmern. Noch während er mit einem Sanitätsteam versuchte den Mann zu versorgen, überantwortete er Raphael den Schutzengel seiner Familie per Lippenbekentnis. Raphael glaubte natürlich nicht an solchen Hokus Pokus, hatte er doch duzende Christen gesehen, die von Snipern fast geköpft oder von Geschützen zerfetzt wurden.  M.Strella überlebte dank Soldat R. seinem Einsatz das Gefecht und wurde per Helikopter extrahiert. Mit nur einem Bein, aber noch am Leben. Soldat R. hingegen hatte seinen Befehle zum Sturm verweigert, aber durch seinen Mut im Sanitätsdienst die Truppe motiviert. Man setzte ihn als Medicoffizier ein, auch wenn Raphael niemals mehr Ahnung von erste Hilfe hatte, die über >Scheiße es blutet... das ist schlecht< hinaus ging. Man lehrte ihn Grundlagen, wie etwa gifte und Heilkräuter, eben so wie erste Hilfe. Er Schickte seit dem nur noch die Notärzte des Kampffeldes aus, wurde aber dennoch verwundet als man ihm mal in die Seite schoss, während er einen Abtransport seiner Jungs deckte. Die Feinde waren Terroristen, die pfiffen auf UN recht, von wegen rotes Kreuze oder Sichelmond. Raphael überlebte aber auch das und blieb bis zum Ende seines Vertrages im Dienst der Fremdenlegion. Die zahlreichen Verwundungen, teilweise die schlechte Behandlung vor Ort und der Wechsel zwischen Langeweile, wenn nichts im Kampf war, und Todesfurcht grub tiefe Narben in Raphaels Psyche.
Als er nach 20 Jahren, also mit 41 zurück kehrte schien alles normal. Er gewöhnte sich nicht an dieses Leben  und sein Vater war vor vielen Jahren gestorben. Das Grab hat er bis heute nicht besucht, eben so wenig wie die letzte Großmutter, von der er weiß. Eigentlich kennt er kaum mehr als den Namen und eine uralte Adresse. Vielleicht ist auch sie Tod und man hat ihn nie bescheid gesagt...
Seine Jahre als Zivilist waren schwer. Als Veteran solch schwerer Kampftruppen gab es zwar von vielen Richtern Nachsicht, doch explodierte immer häufiger der Zorn von Raphael. Er wurde zu einem Problem... bis vor einem Jahr.
Man stellte Lungenkrebs fest. Seit seiner Jugend rauchte er, aber vor allem in seiner Soldatenzeit, extrem häufig Zigarillos. Eine Sucht der er heute nicht entfliehen kann. Die Beschwörungsversuche seiner Mutter hatte nicht funktioniert, er hatte Krebs. Nach dem Vorbild seiner Mutter... nein eher aus eigenem Unvermögen den zivilen Ärzten zu trauen ließ er einige Kontakte springen. Der Schutzengel... es war so dumm, so nichtssagend, so mythologisch. Raphael glaubte es nicht, aber gleichzeitig würde er auch seinen Krebs nicht glauben... sein Todesurteil, welches so viel abstrakter klang als eine Kugel im Leib.
Es ist wohl unnötig zu sagen, dass alles was er sich in der Zeit aufbaute Abstarb. War er zuvor gerne in seinem Heimatort in einer Stammkneipe gewesen, nur um die nähe von Personen zu haben, isolierte er sich zusehends. Eher im Traum kam die Episode mit dem ersten Soldat, denn er echt gerettet hatte in seinen Sinn. Er fand diesen auch wieder, in England. Herr Strela saß natürlich immer noch im Rollstuhl, immerhin wurde ihn ein Bein abgerissen, doch war er froh Raphael die Daten zu teilen, die er kannte. Amerika, es war Wahnsinn, es war dumm. Eine Bestrahlung hatte geringe Erfolgschance bei Lungenkrebs, aber zumindest irgendeine. Dennoch verschiffte sich Raphael dort hin und traf trotz der kryptische Hinweise den Engel. Dieser Bot ihm das Gift an, was Raphael annahm.
Nun ist er ein Vampir, mit theoretisch genug Geld, um sich überall hin zu bewegen, aber mit festen wurzeln in Frankreich. In seinem Englisch herrscht ein grauenhafter Akzent, auch wenn er die Satzstruktur perfekt beherrscht. Dennoch ließ man ihn zurück. Der Auftrag? Er solle erst mal Leben, bis man ihn brauchte. Er solle sofort bereit sein und in seinem Heimatort auf Instruktionen warten. Bis dahin solle er erst mal weiter machen wie zuvor. Da Raphael natürlich von einem kriegerischen Zweck ausging besorgte er sich eine P99 Pistole von einem illegalen Straßenhändler und schmuggelte sich auf ein Schiff zurück nach Frankreich. Die 9mm Pistolen gab es dort ja wie Patronenhülsen an den berühmten Orten des Stellungskrieges im ersten großen Krieg.

Anmerkungen:
*  Trotz meines Hungers für Literatur habe ich die Reihe nie gelesen. Ich bitte daher um rücksichtsvolle Kritik, falls ich Texte im Forum falsch Interpretiert habe. Umschreiben, falls ich irgendwo eine Logik gesprengt habe, ist natürlich möglich.
* Schwere Krankheiten und Gewalt sind ein Leitfaden der sich durch den Charakter zieht. Da das Szenario ab 18 Jahren ist, kann es dennoch zu Fragen zur Gestaltung des Charakters geben. Falls ihr Bedenken über die Spielweise habt, biete ich einen Austausch per PN an.
* Durch das recht Christliche Setting kann es sein, dass der Name Raphael bereits durch einem Charakter aus dem Buch vergeben ist. Falls dem so ist bitte ich einerseits um Entschuldigung, nicht genug nachgeforscht zu haben, zum anderen auch für Verständnis, dass christliche Haushalte recht häufig Namen aus der Bibel entlehnen. Bei Kritik, vor allem wegen möglicher Verwechslung, werde ich natürlich den Namen anpassen, würde aber gerne den Verweis an Raphael behalten. Ich denke per PN werden wir uns da am ehesten einig.


*Als Sonstige Anmerkung:
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BeitragThema: Re: [Vampir] Raphael Bernadotte   Do 06 Jul 2017, 20:07

Ähm, Raphael?
Sei mir nicht böse, aber für die endgültige Charaktervorstellung haben wir eine andere "Vorlage".
Wärst du so gut und könntest die für deine Vorstellung zu "Raphael Bernadotte" verwenden?
Du findest sie >>hier<<

Und eigentlich sollte deine Vorstellung zunächst ins Forum für "Charakterbewerbungen" und nicht gleich bei den angenommenen Charakteren. Aber lassen wir es jetzt einfach hier, da ich ihn sowieso angenommen hätte.
Aber für die Zukunft, falls du dir noch einen Charakter zulegen willst... weißt du ja dann bescheid. Ok? Wink
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"Glaube stets an das Licht in dir
und deine Seele wird Flügel tragen"
"Storyteller" (Cara)
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http://engelskuss.forumieren.com http://le-grand-theatre.forumieren.org
 

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